|
1900:
In Long Cricket Club glühten die Köpfe. Wie konnte man eine
sportliche Auseinandersetzung zwischen den Tennis-Großmächten
USA und Großbritannien in die Tat umsetzten? Der anwesende Harvard-Absolvent
Dwight Filley Davis ganze spendierte 1000 Dollar für einen Pokal
den späteren Davis Pokal.
1913:
Zum ersten Mal nimmt das deutsche Team am Davis Cup teil und gewinnt gleich
gegen die Franzosen auf heimischen Boden mit 4:1.
1970:
Erstmals steht eine deutsche Mannschaft im Endspiel des Davis Cups. Allerdings
mussten sich Wilhelm Bungert, Christian Kuhnke und Ingo Buding klar mit
0:5 gegen die USA geschlagen geben.
1985:
Erneute Final-Niederlage. Diesmal fiel sie mit 2:3 gegen Schweden in München
wesentlich knapper aus. Der frisch gebackene Wimbledon-Sieger Boris Becker
kann dabei sogar Stefan Edberg vor einem begeistern Publikum bezwingen.
Am Ende hatte es dennoch nicht gereicht. Unvergessen die Szene aus dem
Halbfinale gegen Tschechien: Michael Westphal stürze in Frankfurt
über einen gelösten Teppich-Belag und gewinnt dennoch nach 0:2-Rückstand
in fünf Sätzen.
1987:
Im Abstiegsduell gegen die USA in Hartford kommt es zwischen Boris Becker
und John McEnroe zum Jahrhundert-Match. Nach über fünf dramatischen
Stunden geht der Rote Baron als Sieger vom Platz.
1988: Endlich. Boris Becker, Carl-Uwe Steeb, Eric Jelen und Patrik Kühnen
machen den Traum wahr. Gegen die hochfavorisierten Schweden in Göteburg
geht das Team einem 4:1-Sieg vom Platz. Entscheidend dabei der sensationelle
Sieg von Steeb gegen die damalige Nummer Eins der Welt Mats Wilander.
1989:
Mit dem gleichen Team kann Deutschland in Stuttgart erneut gegen die Schweden
den Titel verteidigen. Überragender Spieler dabei ist Boris Becker.
Er spielt wie aufgedreht und fertigt die Spitzen-Spieler Stefan Edberg
und Mats Wilander jeweils in nur drei Sätzen ab.
1993:
Ohne Boris Becker aber mit Michael Stich holt Deutschland zum dritten
Mal den Davis Cup. Der Hamburger führt Marc-Kevin Goellner und Patrik
Kühnen zum Final-Sieg über Australien in Düsseldorf.
|